Dresscode 30iger Jahre

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Die Mode der 30iger Jahre steht im starken Kontrast mit der Mode des Jahrzehnts davor. Dies ist im Wesentlichen auf eine große Wirtschaftskrise zurückzuführen, wodurch die Menschen weniger Geld hatten und mehr arbeiten mussten.

Aufgrund dieser Entwicklung gab es eine Trennung zwischen extravaganter Abendkleidung und lässiger, funktionaler Kleidung für tagsüber. Dies bedeutete nicht, dass die Mode der 30iger Jahre weniger feminin war. Im Gegenteil, in den 30iger Jahren wurden die Röcke länger, breiter und flexibler, um so besser die klassische weibliche Figur zu betonen.

Damen Dresscode

Im Gegensatz zu der praktischen Kleidung für tagsüber, war die Abendkleidung sehr glamourös, mit langen Kleidern, die die Weiblichkeit betonten. Die 30iger Jahre waren die Zeiten von Hollywood und den Big Bands, wobei der Luxus so sichtbar wie möglich nach außen getragen wurde.

Jakren 30 Kleider - Photo credits: clotho98 (Flickr.com)

Jahren '30 Kleider - Photo credits: clotho98 (Flickr.com)

Ein Trend, der sowohl bei Männern als auch bei Frauen gesehen wurde, waren die Schulterpolster. Auch hatten viele Kleider Ärmel in verschiedenen Formen, wie die plissierten Ärmel und die Schmetterlingsärmel mit dem Ziel, die Schultern breiter erscheinen zu lassen.

Neue Trends bei Kleidern war der tief ausgeschnittene Rücken und der schräge Schnitt, wodurch das schräg fallende Material die Silhouette mehr hervorhob. Auch wurden zu diesem Zeitpunkt viele neue Stoffe eingeführt, wie das metallische Lamé.

Im Gegensatz zu den 20iger Jahren, waren Frauenhüte in den 30iger Jahren viel weniger wichtig. Allerdings wurde das Haar noch immer recht kurz getragen und Fell und Make-up waren sehr beliebt.

Ein neuer Trend, der rund den 30iger Jahren entstand, war das Sticken oder Gravieren von Initialen in die Kleidung. Dieser Trend wuchs als viele Kleidergeschäfte das Gravieren und Sticken als zusätzliche Dienstleistungen anboten.

Herren Dresscode

Wie in den 20iger Jahren waren die Männer im Alltag ordentlich gekleidet. In den Vereinigten Staaten gab es sogar einen neuen Begriff für die elegante Herrenmode: ‚mutig‘.

Im Gegensatz zu den 20iger Jahren wurden die Kleidungsstücke nur selten Maß angefertigt. Kleidungsstücke wurden in Konfektionsgrößen gemacht und waren viel billiger als teure Maßgeschneiderte Kleidung. Auch konnten Männer komplette Kleiderpakete kaufen. Diese Pakete bestanden in der Regel aus einem Anzug, einem Hut, einer bestimmte Anzahl von Socken, Oberemden, einer Krawatte und sogar ein Paar Schuhen!

Clark Gable - Photo credits: Laura Loveday (Flickr.com)

Clark Gable - Photo credits: Laura Loveday (Flickr.com)

Männerhüte machten in den 30iger Jahren zunehmend mehr Platz für nett gekämmte Haare. Männer rieben ihr Haar mit Brillantine ein und kämmten ihr Haar (ohne Seitenscheitel) straff nach hinten. Auch dünne Schnurrbärte wie der des Hollywood-Star Clark Gable waren zu dieser Zeit sehr beliebt.

Herrenanzüge hatten breite Schultern und eine schmale Taille. Die dazugehörende Hose viel ziemlich weit aus. Ein Anzug wurde immer mit einer Fliege oder Krawatte kombiniert. Die Absicht war, dass Jungen und Männer für den Tag möglichst ordentlich waren.

In den 30iger Jahren entstand auch mehr Platz für Sportbekleidung, wie Tweed-Jacken, Blazer, Pullover mit V-Ausschnitt und Knickerbocker (breite Kniehosen, die für den Sport verwendet wurden).

 

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